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Landscape Indonesia-DE

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Indonesien bietet nicht nur die traumhaften Strände von Bali. Das Land beherbergt auch einige der grössten tropischen Ökosysteme und den drittgrössten tropischen Regenwald weltweit. Diese können dazu beitragen, den Klimawandel einzudämmen. Zugleich bietet sich ein grosses wirtschaftliches Potenzial: rund 30 Prozent der Fläche Indonesiens werden landwirtschaftlich genutzt und geben rund einem Drittel der Bevölkerung Arbeit.
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Allerdings wird weiterhin grossflächig Regenwald abgeholzt zugunsten von Palmölplantagen. Das hat globale negative Folgen und begünstigt auch lokale Auswirkungen wie Überschwemmungen. Die Situation hat sich zwar in den letzten Jahren verbessert, trotzdem sind Entwaldung und Brände immer noch für etwa 60 Prozent der landesweiten CO2- Emissionen verantwortlich. Zudem leben viele Kleinbauern immer noch in Armut und leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen.
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Hier setzt die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des SECO mit einem ganzheitlichen Ansatz an. In ausgewählten indonesischen Palmölgebieten auf den Inseln Borneo und Sumatra fördert das SECO die Zusammenarbeit zwischen Produzenten, lokaler Regierung, Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. In der Folge wurden im Regenwald Überwachungs- und Warnsysteme eingerichtet, um illegale Brände und Abholzung zu verhindern. Es wurden nachhaltige Anbaumethoden eingeführt und es entstanden neue Gesetze zum Schutz der Wälder. Kleinbauern konnten ihre Einnahmequellen diversifizieren, um nicht mehr ausschliesslich vom Palmöl abhängig zu sein. Das SECO engagiert sich mittels Politikdialog auch auf nationaler Ebene, um landesweit bessere Bedingungen für Menschen und Umwelt zu realisieren.
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Als konkretes Beispiel ist für viele Haushalte die traditionell von Männern verrichtete Plantagenarbeit nach wie vor die wichtigste Einkommensquelle. Frauen kümmern sich oft um Haushalt und Familienbudgets, streben aber nach einer stärkeren wirtschaftlichen Teilhabe. Eine überzeugende Lösung entstand im Dorf Bukit Harapan, wo Frauen einen Betrieb gründeten, um Gemüse anzubauen und aussortierte Schalotten zu knusprig frittierten Produkten zu verarbeiten, wodurch sie Abfall in Wert verwandelten. Ihr Erfolg weckte das Interesse eines führenden indonesischen Gemüsesaatgutherstellers, der nun technische Unterstützung leistet und neue Saatgutsorten einführt. Dieses Modell gibt Frauen die volle Kontrolle über Produktions- und Vermarktungsentscheidungen und schafft so unabhängige Einkommensströme für Frauen und reduziert die Abhängigkeit von Palmöl.
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Von 2023 bis 2025 wurden:
  • 850’000 Hektar natürliche Ökosysteme geschützt und 823 Hektar zerstörte Flächen wieder nutzbar gemacht,
  • bessere Arbeitsbedingungen für 2’615 Mitarbeitende in Palmölunternehmen geschaffen,
  • 5’650 Bäuerinnen und Bauern für die nachhaltige Palmölproduktion zertifiziert,
  • fast 30 Regulierungen gegen Entwaldung eingeführt,
  • 6’760’000 US-Dollar aus dem privaten Sektor mobilisiert, um bestehende Projekte langfristig weiterzuführen.

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Indonesien ist die grösste Volkswirtschaft in Südostasien und damit ein bedeutender globaler Wirtschaftsmotor. Darum ist die Schweiz an guten wirtschaftlichen Beziehungen interessiert und hat 2018 ein Freihandelsabkommen mit Indonesien unterzeichnet. Die nachhaltige Produktion von Palmöl und der Schutz vor Entwaldung waren besondere Anliegen der Schweizer Bevölkerung, die nun von den oben beschriebenen Projekten angegangen werden.
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