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Testkapitel 2

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Botschafter Raymund Furrer

Leiter SECO Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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Die Qualität der öffentlichen Finanzen bestimmt weitgehend darüber, wie ein Land seinen Wirtschaftsstandort gestaltet, seiner Bevölkerung und seinen Unternehmen eine funktionierende Grundversorgung anbietet und soziale Ungleichheit bekämpft.
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Misswirtschaft, kurzfristige Planung und Korruption geben den Steuerpflichtigen Grund, der Regierung zu misstrauen und ihrer Steuerpflicht nicht nachzukommen. Das SECO unterstützt öffentliche Verwaltungen dabei, ihre Investitionen solide zu planen, das öffentliche Beschaffungswesen zu verbessern und transparenter zu gestalten.

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Das Beispiel Peru: Die Wirtschaft des Landes ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Dies eröffnet der Regierung Möglichkeiten, die Bürger besser mit Dienstleistungen zu versorgen, zum Beispiel in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung, Abfallwirtschaft, öffentlicher Verkehr und Sicherheit.
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In Peru werden mehr als 40 Prozent aller öffentlichen Gelder von den regionalen und kommunalen Behörden ausgegeben. Diese sollen ihre Finanzen solid und transparent verwalten und gemäss nationalen Prioritäten und lokalen Strategien einsetzen. Das Subnational Public Finance Management Strengthening Program des SECO unterstützt sie dabei.
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So haben hunderte Beschäftigte im öffentlichen Sektor ein Fachdiplom Management öffentlicher Finanzen abgeschlossen. Staatsanwälte, Ermittler und Angehörige der Justiz wurden geschult, gestohlene öffentliche Vermögenswerte zurückzuführen und Korruptionsvorwürfe zu untersuchen.
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Hamilton Castro

Staatsanwalt, Experte für die Rückführung von Vermögenswerten, Lima

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Solide öffentliche Finanzen und eine gute Gouvernanz erhöhen die Glaubwürdigkeit der Regierung und stärken das Vertrauen von Bürgern und Unternehmen in die Regierungsführung und in die öffentlichen Institutionen. Sie sind bereit, für Dienstleistungen Steuern zu bezahlen. Heute gehört Peru zu den wenigen Ländern Lateinamerikas, die regelmässig einen Überschuss in der Staatskasse ausweisen.

Wachstumsfördernde Wirtschaftspolitik

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Botschafter Raymund Furrer

Leiter SECO Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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Handel ermöglicht Unternehmen, wettbewerbsfähiger zu werden, zu wachsen, Arbeitsplätze zu erhalten oder neue zu schaffen. Damit lässt er viele Menschen an den Vorteilen der Globalisierung teilhaben und der Armut entkommen.
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2017 hat die Welthandelsorganisation (WTO) ein Abkommen über Handelserleichterungen lanciert. Dieses soll Bürokratie vermindern und den Anschluss an globale Wertschöpfungsketten ermöglichen. Die WTO glaubt, dass die weltweiten Handelskosten damit um durchschnittlich gut 14 Prozent sinken und das jährliche Handelsvolumen um bis zu 1 Billion Dollar steigt. Davon profitieren die ärmsten Länder am meisten – sofern sie es schaffen, die entsprechenden Massnahmen vollständig umzusetzen.
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Entwicklungs- und Schwellenländer wickeln den internationalen Handel oft nicht effizient ab. Es fehlen gute Rahmenbedingungen, funktionierende Institutionen und technische Expertise. Dies führt zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten. Darum unterstützt das SECO seine Partnerländer dabei, moderne Systeme aufzubauen. Ein Beispiel ist das Global Trade Facilitation Program (GTFP), welches das SECO zusammen mit der Weltzollorganisation (WCO) umsetzt.
Video GTFP
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In Kolumbien beispielsweise unterstützt das Programm die Zollverwaltung dabei, ihr Risikomanagement und ihre Rechnungsprüfung zu verbessern und nachhaltige Reformen umzusetzen.

«So können wir zu einer modernen, effizienten und transparenten Organisation werden, was zu einem agileren Handelsumfeld und einer größeren Wettbewerbsfähigkeit führen wird.»

Ingrid Diaz, Direktorin Zollverwaltung


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In Peru und anderen lateinamerikanischen Ländern führt das Programm Workshops für Führungskräfte der Zollverwaltungen durch. Es hilft ihnen, Strategien für die Modernisierung ihrer Zollwesen zu entwickeln.

«Der Workshop hat meine Fähigkeiten als Führungskraft gestärkt und hilft mir, Reformen voranzutreiben, die den Handel erleichtern.»

Marilú Llerena Aybar, Stv. Leiterin Zollverwaltung

Regelbasiertes Handelssystem





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Botschafter Raymund Furrer

Leiter SECO Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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Das vom SECO unterstützte Swiss Entrepreneurship Programme stärkt lokale «Ökosysteme für Unternehmertum», die Start-ups unterstützen.
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Das Programm geht Partnerschaften mit privaten lokalen Akteuren ein, die Dienstleistungen für Start-ups anbieten. Und es stärkt Netzwerke mit Mentoren und Investoren. Es wird in Serbien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Peru und Vietnam umgesetzt. 2019 begann die zweite Phase des Programms. Neu will das Programm in den Ländern auch das regulatorische Geschäftsumfeld beeinflussen, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern.
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2019 führte das Programm zum zweiten Mal eine «Women Entrepreneurs Week» durch. Dabei vernetzten sich in Zürich 20 Unternehmens-Gründerinnen aus sieben Ländern untereinander, mit Vertreterinnen der Schweizer Startup-Szene sowie mit internationalen Mentorinnen. Sie arbeiteten daran, wie sie ihre Geschäfte erfolgreich positionieren und digital vermarkten können.
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In Zürich begegneten sich auch Claudia Quintanilla und Amparo Nalvarte. Beide sind peruanische Unternehmerinnen in der Fintech-Branche. Claudia hat das Unternehmen «Rextie» gegründet. Damit lassen sich digital und in Realzeit Dollar zu einem fairen Wechselkurs in die einheimische Währung wechseln. Claudia sucht Investoren, damit sie ihr Unternehmen weiterentwickeln kann. Sie will es optimal an den peruanischen Kontext anpassen und etwa auch digitale Unterschriften ermöglichen. Amparo ist als Mentorin in Zürich.
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«Ich war dermassen beeindruckt von der Hingabe, Ausdauer und Überzeugung von Claudia, dass ich beschloss, selber 50'000 USD in ihr Unternehmen zu investieren.»

Amparo Nalvarte, Unternehmerin

Innovationsfreundliches Geschäftsumfeld
 



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Botschafter Raymund Furrer

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Städte stossen über 70 Prozent der weltweiten Treibhausgase aus. Bevölkerungen werden in den kommenden Jahrzehnten überwiegend in städtischen Gebieten wachsen.
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Das SECO unterstützt darum Behörden, ihre Städte gut zu organisieren und die Stadtgebiete sinnvoll zu erschliessen, damit sich die Menschen effizient bewegen können. 
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Schauplatz Bogotá. Durch Kolumbiens Hauptstadt führt seit 2019 eine vom SECO unterstützte Seilbahn, die als öffentliches Verkehrsmittel dient. Sie stimuliert auch das soziale und wirtschaftliche Leben. Über fast dreieinhalb Kilometer verbindet die TransMiCable Ciudad Bolívar, eine einkommensschwache Gegend im Südwesten, mit einer Hauptverkehrs-Buslinie in San Cristóbal im Südosten Bogotás.
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Die TransMiCable ermöglicht es mehr als einer halben Million Anwohnern, sich zeitsparend in ihrer Stadt zu bewegen. Sie verkürzt die Fahrt zu Arbeitsplätzen und öffentlichen Dienstleistungen im Zentrum um rund 80 Prozent auf noch gut 13 Minuten. In den ersten drei Betriebsmonaten beförderte die Seilbahn mehr als 1,8 Millionen Passagiere. Die TransMiCable ersetzt rund 110 Busse und verringert so nicht nur die chronische Überlastung der städtischen Strassen, sondern auch den CO2-Ausstoss.
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Das Seilbahnprojekt generiert soziale und wirtschaftliche Aktivitäten. So revitalisierte die Gemeinde öffentliche Räume rund um die vier Stationsgebäude. Entstanden sind neue Plätze, Gemeindezentren, Kinderspielplätze und viel Strassenkunst. Diese Entwicklungen beflügeln die lokale Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze. So sind neben den Stationen zahlreiche Betriebe wie Bäckereien, Souvenirshops, Restaurants und sogar ein Hotel entstanden.
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Ana Mercedes
Mora
Präsidentin Quartier ‘El Paraiso’, Ciudad Bolivar

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In einem vom SECO finanzierten Teilprojekt hat IFC die Behörden in Bogotá zu zwei Fragen beraten: Wie kann man städtische Infrastrukturbauten wie die TransMiCable effizient verwalten und dabei internationale Umwelt- und Sozialstandards etablieren? Und wie lässt sich der Privatsektor dazu bewegen, sich mehr an städtischen Infrastrukturprojekten zu beteiligen? Anschliessend gelang es, für solche Projekte geschätzte 450 Millionen Dollar von privater Seite zu mobilisieren.

Stadtentwicklung und Infrastrukturversorgung
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Botschafter Raymund Furrer
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Unternehmen brauchen solide und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten. Dann können sie investieren, neue Märkte erschliessen, wachsen und menschenwürdige Arbeitsplätze schaffen. 
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Darum stellt das SECO Unternehmen Kapital sowie technische Expertise bereit und schult lokale Banken in der Kreditvergabe.

Dabei arbeitet es mit der SIFEM zusammen, der von ihm 2011 geschaffenen Gesellschaft für Entwicklungsfinanzierung des Bundes. SIFEM versorgt etablierte und wirtschaftlich tragfähige KMU mit Expertise und zuverlässigen, langfristigen Beteiligungen und Darlehen zu bezahlbaren Konditionen.

Zusammen mit ihren Ko-Investoren hat SIFEM bis 2019 rund 830'000 Stellen geschaffen oder erhalten.

 
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Szenenwechsel, Energiesektor in Südafrika: 90 Prozent der dortigen Elektrizität werden in Kohlekraftwerken erzeugt. Dies führt zu hohen CO2-Emissionen. Bei steigendem Energiebedarf verfügen die Kraftwerke über zu geringe Kapazitäten, was im ganzen Land immer wieder zu Stromausfällen führt.
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Während die Stromtarife in Südafrika in den letzten zehn Jahren um mehr als 300 Prozent gestiegen sind, sinken die Kosten für Solar-Photovoltaik. Das macht Solarstrom für gewerbliche und industrielle Nutzer zunehmend attraktiv und unterstützt eine klimaverträgliche Wirtschaft. Allerdings ist es südafrikanischen KMU nur schwer möglich, eigene Solaranlagen zu finanzieren.
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Darum investiert SIFEM über einen Fonds in das Photovoltaikunternehmen SolarAfrica. Dieses bietet Kunden moderne Finanzierungslösungen für Solaranlagen auf ihren Dächern. SolarAfrica übernimmt die komplette Anschaffung und Installation der Anlagen inklusive kommerziellen Betrieb, Überwachung und Wartung. Die Firma schliesst mit den Kunden Stromabnahmeverträge ab. Diese zahlen nur für die tatsächlich verbrauchte Menge Energie und sparen im Vergleich zu den Stromtarifen der lokalen Stromversorger bis zu 40 Prozent. Bis heute hat SolarAfrica mehr als 34’000 Sonnenkollektoren installiert.

Swiss Investment Fund for Emerging Markets SIFEM
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Ein Kunde von SolarAfrica ist das Hotel Apollo in der Nähe von Johannesburg.

«Das Angebot von SolarAfrica sieht vor, dass unsere Strom-Tarife immer tiefer sind als jene des öffentlichen Versorgungsunternehmens. Und wir haben keinerlei Investitionsausgaben.»

Jeffrey Hurwitz, Hoteldirektor

Zugang zu Finanzierung


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Damit Unternehmer an der Wertschöpfung von Produkten teilhaben können, müssen sie effizient produzieren und auf internationalen Märkten auftreten können. Missstände wie Kinderarbeit, unsachgemäss eingesetzte chemische Substanzen oder illegale Rodungen sollen durch Nachhaltigkeitsstandards im Sinne guter wirtschaftlicher Gouvernanz vermieden werden.
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Das SECO setzt sich für nachhaltige Wertschöpfungsketten mit Gold aus dem Kleinbergbau ein. Rund 90 Prozent aller Goldmineure arbeiten im Kleinbergbau. Dieser ernährt rund 100 Millionen Menschen, vor allem in Entwicklungsländern in Lateinamerika, Afrika und Asien. Mit einfachen Methoden und unter harten und gefährlichen Bedingungen bauen die Mineure kleine Goldmengen ab – nur gerade 10 bis 20 Prozent des global geförderten Goldes.
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Vor diesem Hintergrund hat das SECO eine öffentlich-private Partnerschaft mit den wichtigsten Akteuren des Schweizer Goldmarktes lanciert. Dazu gehören Raffinerien, Goldschmiede, Uhrenproduzenten, Finanzinstitute und Investoren. Die Better-Gold-Initiative ermöglicht es kleinen Minen in Peru, Kolumbien und Bolivien, unter verantwortungsvollen Bedingungen Gold zu produzieren und in die Schweiz zu liefern. Diese ist führend in der Verarbeitung und im Handel von Gold. Rund zwei Drittel des global gewonnenen Edelmetalls werden hier gehandelt und veredelt.


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Die Initiative stützt sich auf freiwillige Nachhaltigkeitsstandards wie «Fairtrade Gold», «Alliance for Responsible Mining» oder «Responsible Jewellery Council». Sie unterstützt kleine Minen und Bergbaukooperativen dabei, ihre technischen, organisatorischen, sozialen und ökologischen Bedingungen zu verbessern und sich so für die Gütesiegel zu zertifizieren. Zudem fördert die Initiative den politischen Dialog mit den Behörden, um den Kleinbergbau an die nachhaltigen Standards anzupassen.
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Sofia Huasco

Mitglied, Cooperativa San Lucas

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Auf der anderen Seite der Wertschöpfungskette haben sich die Abnehmer im Rahmen der Better-Gold-Initiative verpflichtet, das Gold aus den zertifizierten Minen aufzukaufen. Sie bezahlen den Goldminen für ihre menschen- und umweltfreundliche Produktion eine Prämie. Damit werden soziale und ökologische Projekte finanziert.
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Sofia Huasco

Mitglied, Cooperativa San Luca

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Durch die Better-Gold-Initiative sollen jährlich etwa 5 Tonnen Gold in die Schweiz importiert werden. Dies ermöglicht es Konsumenten, Uhren, Schmuck, Elektronikgeräte und Finanzprodukte mit verantwortungsvoll abgebautem Gold zu kaufen. Gegenwärtig unterstützt die Initiative zwischen fünf und zehn Produzenten in jedem der drei Länder.

Integration in Wertschöpfungsketten
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Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, zahlen Löhne und Steuern und tragen so massgeblich zu leistungsfähigen Volkswirtschaften und gesellschaftlichem Wohlstand bei. Sie eröffnen Menschen wirtschaftliche Perspektiven, damit sie sich nicht zum Auswandern gezwungen sehen.
Verantwortungsvoll geführte Unternehmen stellen nicht nur menschenwürdige Arbeit zur Verfügung, sondern erhöhen auch die Qualität ihrer Produkte und wirtschaften produktiver.
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In der Textil- und Bekleidungsindustrie arbeiten weltweit über 60 Millionen Menschen, vorwiegend Frauen. In einigen Ländern machen Textilien 70 Prozent der gesamten Exporte aus. Das vom SECO unterstützte Programm Better Work hilft Exportfirmen, nationale Arbeitsgesetze und internationale Arbeitsnormen einzuhalten.
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Bei dem Programm nehmen sich Arbeiterinnen und Arbeiter und die Fabrikleitung Zeit, die Bedürfnisse und Entscheide gegenseitig zu verstehen und zusammen die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern. 

«Bei den regelmässigen Treffen mit dem Management besprechen wir konkrete Verbesserungsmöglichkeiten. Ich sehe, dass das Management bemüht ist, meinen Arbeitsplatz angenehmer und sicherer zu gestalten.»

Hoang Thi Thuy, Näherin
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Auf regionaler, nationaler und globaler Ebene bringt Better Work Fabrikbesitzer untereinander sowie mit Gewerkschaften, Regierungen und globalen Marken zusammen, um die Arbeitsbedingungen in den Lieferketten zu verbessern. Gleichzeitig unterstützt es die Fabriken, den Anforderungen internationaler Einkäufer gerecht zu werden und so im globalen Handel zu bestehen.
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Better Work hat seit dem Programmstart 2007 bis Ende 2019 die Arbeitsbedingungen von 2,4 Millionen Angestellten in 1'700 Fabriken verbessert. In diesen Fabriken gibt es bedeutend weniger Arbeitsunfälle und die wöchentliche Arbeitszeit der Arbeiterinnen und Arbeiter ist deutlich kürzer.
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Die Better-Work-Massnahmen machen Arbeiterinnen und Arbeiter zufriedener. Darum fehlen sie seltener am Arbeitsplatz und wechseln ihre Stelle weniger oft. Dies führt zu besserer Qualität der Produkte und erhöht die Effizienz. Better-Work-Fabriken in Vietnam beispielsweise arbeiten nachweislich 8 bis 22 Prozent produktiver und steigern nach vier Jahren ihren Profit um 25 Prozent. So erhöht sich ihr Umsatz, sie generieren mehr Kunden und schaffen weitere Arbeitsplätze.
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Better Work wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation ins Leben gerufen. Das Programm ist in Indonesien, Vietnam und Bangladesch sowie in Ägypten, Äthiopien, Kambodscha, Haiti, Jordanien und Nicaragua aktiv.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung
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Testkapitel 3

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Fachkräfte ermöglichen es Unternehmen zu wachsen und mehr Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen, damit die Menschen sich nicht zum Auswandern gezwungen sehen. Das SECO engagiert sich darum in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in der höheren Berufsbildung.
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Indonesien ist heute ein wichtiger Akteur auf der Weltbühne. Es stellt die viertgrösste Bevölkerung und die zehntgrößte Volkswirtschaft weltweit und ist Mitglied der G-20. Der Anteil armer Menschen an der Gesamtbevölkerung konnte zwischen 1999 und 2016 auf knapp 11 Prozent halbiert werden. Trotzdem leben immer noch 28 Millionen Indonesierinnen und Indonesier unterhalb der Armutsgrenze und 40 Prozent der Bevölkerung sind gefährdet, in die Armut zurückzufallen. 
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Eine der größten Herausforderungen in Indonesien ist die Struktur des Arbeitsmarktes. Einerseits treten jedes Jahr 1,7 Millionen Jugendlichen ins Erwerbsleben ein und finden nicht genügend Arbeitsplätze vor. Andererseits bringt das nationale Ausbildungssystem nicht genug Arbeitskräfte hervor, die über die von der Wirtschaft benötigten Kompetenzen verfügen. Fachkräftemangel ist die logische Konsequenz.
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In diesem Kontext baten die indonesischen Behörden die Schweiz um Unterstützung. Das SECO lancierte daraufhin das Projekt Skills for Competitiveness. Es unterstützt fünf indonesische technische Hochschulen in den Branchen Metall-, Holz- und Nahrungsmittelverarbeitung, zusammen mit dem Privatsektor und den Behörden eine duale Berufsbildung aufzubauen.
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«Skills for Competitiveness» begleitet die Fachhochschulen dabei, ihre Ausbildung besser zu planen. Zusammen mit Experten aus der Industrie entwickeln die Schulen neue Lehrpläne, die sicherstellen, dass Technikerinnen und Ingenieure den Bedürfnissen der Unternehmen entsprechend ausgebildet werden. Zudem stärkt das Projekt die Kapazitäten des Lehrpersonals. Mehr und bessere Praktika bringen die Ausbildungen näher an die Bedürfnisse der Industrie. Bisher wurden mit über hundert Partnern aus der Industrie 85 Workshops und Trainings durchgeführt, davon profitierten beinahe 800 Studierende und Lehrpersonen.
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«Ich habe im Praktikum in einem Industriebetrieb meine technischen Fähigkeiten verbessert. Ich habe gelernt, Probleme lösungsorientiert anzugehen und in einem Team Verantwortung zu übernehmen. Und das Taschengeld entlastet das Budget meiner Eltern!»

Subhan Ali, Student am Morowali Polytechnikum, Zentral-Sulawesi

Marktorientierte Fachkompetenzen
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Botschafter Raymund Furrer

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Multilaterale Entwicklungsbanken sind unersetzliche Partner für die internationale Zusammenarbeit der Schweiz. Sie sind breit abgestützt und verfügen über die nötige Expertise, die erforderlichen Instrumente und die finanziellen Mittel. Sie können Projekte in grossem Massstab replizieren und über den Politikdialog Regierungen bei der Gestaltung und Umsetzung von Politiken unterstützen. Die Schweiz steuert dazu ihre Expertise und innovativen Ansätze bei.
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Die Schweiz beteiligt sich am Kapital der Entwicklungsbanken. Dadurch kann sie in den Steuerungsgremien mitbestimmen, wie sich die Entwicklungsbanken strategisch, institutionell und operationell ausrichten, etwa bei Kapitalerhöhungen oder bei den Massnahmen zur Bewältigung der Covid-19-Krise.
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Die Schweiz setzt sich beispielsweise dafür ein, dass die Entwicklungsbanken internationale Umwelt-, Sozial- und Gouvernanzstandards ausarbeiten, einhalten und verbessern. Solche weltweit anerkannten Normen tragen zum Schutz globaler öffentlicher Güter wie Klima, Umwelt oder Wasser bei und begünstigen eine sozial verträgliche Wirtschaftsentwicklung. Sie dienen gleichzeitig als Richtlinien für die Ausarbeitung nationaler Standards.
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Die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) ist ein Fonds der Weltbank für die ärmsten Länder. IDA mobilisiert unter anderem Investitionen des Privatsektors, indem es dessen Risiken mindert. Der Privatsektor ist von zentraler Bedeutung, damit die Ziele für nachhaltige Entwicklung erreicht werden können.
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Dank der Zusammenarbeit zwischen IDA und dem Privatsektor kann beispielsweise in Nepal ein Wasserkraftwerk realisiert werden. Die Anlage wird die Stromerzeugung im Land um einen Drittel erhöhen.

Der Beitrag an IDA stellt aktuell den grössten Einzelbeitrag der öffentlichen Entwicklungshilfe der Schweiz dar.

Multilaterale Zusammenarbeit
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